Was sind Graupen?

Bei Graupen handelt es sich um Gersten- oder Weizenkörner, die zur Weiterverarbeitung geschält und poliert wurden. Sie zeichnen sich durch ihre halblängliche oder auch runde Form aus und werden zum Beispiel für Suppeneinlagen oder in Eintöpfen verwendet, da sie sehr nahrhaft sind. Graupen sind bei der Vollwerternährung nicht zu empfehlen, da sie geschält und von Keimlingen befreit wurden.

Diese Art der Weizenkörner gibt es ungefähr seit dem 17. Jahrhundert, wahrscheinlich waren sie auch schon früher bekannt. Belege deuten daraufhin, dass sie wohl aus dem Slawischen vom Wort “krupa” stammen, was soviel wie Hagelkorn bedeutet. Wenn man sich die Graupen etwas genauer anschaut, stellt man schnell fest, warum die Slawen sie Hagelkörner genannt haben. Man erkennt sie an ihrer typischen Form.

Wofür werden Graupen verwendet?

Graupen werden auch Kochgerste genannt

Graupen werden auch Kochgerste genannt

Da Graupen auch Kochgerste genannt werden, ist es nahe liegend, sie tatsächlich zum Kochen zu verwenden. Ein wirklich sättigendes Gericht ist die klassische Graupensuppe. Mit den Zutaten aus Fleisch, Suppengrün, manchmal auch Wurst und Gemüse ist sie ein toller Kalt-Wetter-Eintopf, den man am Liebsten direkt aus dem Topf, auf der Couch sitzend und in eine dicke Decke eingepackt, isst.
Von Ebly gibt es Sonnenweizen im Kochbeutel, den man wunderbar mit Reis oder Grieß verfeinern kann. Dadurch erhalten die Graupen einen weiteren Geschmack, der das Essen abrundet.

Graupen werden nicht nur für deftige Speisen verwendet, sondern auch in Verbindung mit Honig, Zucker und Zimt oder Früchten für Süßspeisen. Gerade in der russischen oder polnischen Küche gelten sie als gern gesehene Beilage, ähnlich wie in Deutschland, Japan und China der Reis oder in Frankreich das Baguette.

Wie werden Graupen weiterverarbeitet?

Wenn man mit Kochgerste kochen will, legt man sie vorab in Wasser ein und kocht sie anschließend darin auf. Ähnlich wie beim Reis kann man sie währenddessen mit verschiedenen Gewürzen verfeinern. Salz und Pfeffer, sowie einige Kräuter bieten sich an. Zu einer klassischen Graupensuppe fehlen dann natürlich Brühe, Suppenfleisch, Fleisch- oder Blutwurst, Saitenwürstchen, Karotten, Sellerie, eventuell Kartoffeln und was sonst noch schmeckt.

Als Süß- oder Nachspeise eignet sich das traditionell slawische Gericht “Gerste mit Pflaumen“. Hierfür wird aus den Graupen ein Milchgraupenbrei hergestellt, der mit Milchreis vergleichbar ist. Den verfeinert man mit Süßungsmitteln wie Zucker oder Honig und fügt Dörrpflaumen hinzu. Das Trockenobst ist nicht jedermanns Sache, lässt sich aber wunderbar durch eingelegte Kirschen oder Pflaumen oder gar durch frisches Obst ersetzen.

Vor allem in der Nachkriegszeit waren Eintöpfe aus diesen Weizenkörnern und Kohl ein typisches Arme-Leute-Essen. Mittlerweile sind Graupengerichte schon lange keine Arme-Leute-Gerichte mehr, da in den letzten Jahren immer mehr hochwertigere Zutaten beigefügt wurden. Als Alternative zum Suppenfleisch bietet sich Hackfleisch an. Der Geschmack lässt sich mit Zucchini abrunden.

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