Grieß ist nicht fies

Grieß findet in der nationalen und internationalen Küche vielseitige Verwendung. Er ist ein Begriff aus der Müllerei und besteht aus Teilstückchen des Getreidekorns, hat eine gleichmäßige Körnung und einen Mehlanteil von weniger als einem Prozent.

Bei der Körnung gibt es die Varianten grob, mittel und fein. Grieß wird ähnlich hergestellt wie Mehl und ist ein Produkt aus Getreidearten wie Hafer, Gerste, Dinkel oder Hirse. Weiterhin gibt es auch feinen und groben Maisgrieß und sogar Dreikorngrieß aus Roggen, Gerste und Weizen. Den größten Marktanteil besitzt der aus Weizen produzierte Grieß. Umgangssprachlich wird Grieß auch häufig „Grießbrei“ genannt. Dieser ist ein aus Weichweizengrieß gekochter Brei, der mit leicht gesalzener Milch oder einer Mischung aus Milch und Wasser zubereitet wird. Der Grießbrei kann mit verschiedenen Zugaben wie z.B. Zucker und Zimt, Kakaopulver, frischen Früchten oder Obstkonserven verfeinert werden. Durch einen höheren Anteil von Grieß ist es möglich, festen Brei herzustellen, der in der Pfanne zu Grießschmarrn ausgebacken wird. Man unterscheidet in Hartweizengrieß und Weichweizengrieß.

Grieß wird häufig zur Herstellung von Babynahrung eingesetzt

Grieß wird häufig zur Herstellung von Babynahrung eingesetzt

Der feinere eignet sich besonders gut zum Backen, als Babynahrung, Kinderbreie, Desserts, für Suppen, Aufläufe und Süßspeisen sowie für Grießschmarrn oder Grießklößchen. Der Hartweizengrieß ist sehr klebereich und findet seine Verwendung für die Zubereitung weiterer Speisen wie Grießnockeln, Knödel und zur Teigherstellung.
Bereits in der Steinzeit haben die Menschen mit ihren Steinwerkzeugen die Getreidearten gemahlen und sich daraus Breie hergestellt. Der Brei ist die älteste und einfachste Zubereitung aus Getreide und gilt weltweit als wichtiges Nahrungsmittel. Seit der Erfindung des Backofens wurde aus vergorenem Grießbrei Fladenbrot gebacken. Dieses erfreut sich bis zum heutigen Tage großer Beliebtheit und ist aus dem großen Lebensmittelangebot nicht mehr weg zu denken. Häufig verwendet man zum Kuchenbacken oder für die Knödelherstellung statt Mehl feinen Grieß. Trocken gelagert hat Grieß eine Haltbarkeit von etwa sechs Monaten. Er ist nicht nur sehr vielseitig verwendbar und schmackhaft, sondern liefert uns auch wertvolle Mineralien wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor und Eisen.

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